11. Dezember bis 22. Januar 2005
Die Galerie Max Hetzler zeigt neue Arbeiten des Malers Ulrich Lamsfuß.
Die Vorlagen der Bilder des in Berlin lebenden Künstlers stammen aus verschiedenen Medienbereichen. Es sind Bildvorlagen, die Modemagazinen, dem National Geographic, Filmen, Photographie oder Malerei entnommen sind.
Lamsfuß' Vorgehen ist, einfach ausgedrückt, die Umsetzung von Vorlagen in Ölmalerei. Er ist an der Übertragung und Umwandlung von Phänomenen unserer von den Medien stark beeinflußten Gesellschaft in eine gemalte Realität interessiert.
Die Photovorlage für Jahcoozi und das großformatige Ölbild entstanden im Studio des Künstlers, nachdem er eine surreal anmutende Szene mit den drei Bandmitgliedern von Jahcoozi aus Berlin arrangierte. Jede einzelne Bildvorlage, zu deren Umsetzung sich Lamsfuß entschließt, ist ein bewußt gewählter Ausschnitt der heutigen Gesellschaft.
Der fortlaufende Prozeß in seinem Atelier – welches man durchaus als eine Art image factory bezeichnen kann – befaßt sich mit der Aneinanderreihung von Bildern und der Erschaffung neuer Bildbereiche.
Oftmals malt Ulrich Lamsfuß verschiedene Versionen desselben Bildes. Nur schwer unterscheidbar sind in dieser Ausstellung etwa die drei Portraits eines Mädchens mit Fellmütze.
Die eindrucksvolle Interpretation des Werks Paradise 7 von Thomas Struth führt dem Betrachter vor Augen, inwiefern der Vorgang des Reproduzierens die Grenze zwischen Photographie und Malerei verwischen kann und wie ein neues Bild entsteht.
Ulrich Lamsfuß, 1971 in Bonn geboren, lebt und arbeitet in Berlin.
Dies ist seine dritte Einzelausstellung in der Galerie Max Hetzler.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr