ALBERT OEHLEN I JULIAN SCHNABEL - Galerie Max Hetzler

Wir freuen uns, Sie auf unsere Ausstellung mit neuen Gemälden von Albert Oehlen und Julian Schnabel in der Goethestraße 2/3 aufmerksam zu machen. 

Albert Oehlen und Julian Schnabel, beide bekannt als Protagonisten einer steten Erforschung des Malereiprozesses, beeinflussen und definieren seit den 1980er Jahren das Kunstfeld, indem sie eine Abkehr von Malerei im konventionellen Sinne immer wieder neu provozieren. Galerie Max Hetzler zeigt erstmals eine Doppelausstellung der Weggefährten und Freunde mit einem Fokus auf aktuellen Werken beider Künstler.

Mit einem farblichen Spektrum aus subtilen Variationen von vornehmlich Grau sowie Grün, Gelb und Rosa, zeugt die Oberfläche von Albert Oehlens neuesten Gemälden von einem komplexen und faszinierenden Übermalungsprozess. Das elaborierte Zusammenspiel von breit aufgetragenen Pinselstrichen und überlagernden Schichten generiert einen dynamischen Eindruck von Farbe und Bewegung. Oehlen erzeugt Formen und Muster von Kompositionen, die während des Arbeitsprozesses sofort wieder aufgelöst werden und eine intensive Atmosphäre malerischer Landschaft aus der Bildtiefe heraus bilden.

Neben diesen Gemälden ermöglichen eine Reihe Arbeiten auf Papier einen weiteren Einblick in Oehlens vielseitiges Oeuvre. Der Baum, ein wiederkehrendes Motiv im Werk des Künstlers, bildet das zentrale Thema dieser Arbeiten. Er dient als einfaches Element, das dem Künstler erlaubt, Form und Strichführung zu untersuchen. Schwarze Formen, Tusche- und Bleistiftlinien strukturieren das Papier wiederholt als bloße Silhouetten eines blattlosen Baums. Auch wenn die Nähe und Wechselwirkung zu seinen Gemälden unverkennbar bleibt, lösen sich die Arbeiten auf Papier von Oehlens Malerei, markieren eine eigenständige Kategorie und eine Art Destillation seines malerischen Werks.

Für seine neue, hier gezeigte Werkserie nutzt Julian Schnabel ein Material, das ursprünglich als Abdeckung von Marktständen in Mexiko verwendet wurde. Ein sonnengebleichtes Pink dominiert den Hintergrund dieser sechs Gemälde, während Pinselstriche in Tannengrün und dunklem Violett kompositorische Elemente auf der Oberfläche entwerfen. Die Arbeiten sind durch eine formale Einheitlichkeit gekennzeichnet, als führten sich die Linien und organischen Gebilde von einer auf die nächste Leinwand fort. Die miteinander verwobenen Formen erinnern an Landschaften, Blumen und Figuren und lassen doch – verstärkt durch die spezifische Haptik des gefundenen Stoffs – der Interpretation freien Lauf. 

Für Schnabel markieren gefundene Materialien durch ihre physische Beschaffenheit und individuelle Vorgeschichte essentielle Komponenten seiner malerischen Komposition. Die Leinenstücke, auf denen die gezeigten Arbeiten entstanden sind, sind geprägt von Flecken, Löchern, Flicken und Rissen, die auf ihren eigentlichen Zweck als Abdeckungen von Obst- und Gemüseständen auf dem Markt von Zihuatanejo hinweisen.

Zwei Porträts von Albert Oehlen und Julian Schnabel, gemalt vom jeweils anderen, schließen diese Doppelausstellung ab. Schnabels Porträt von Oehlen entstand 1997 als Teil seiner Porträtserie aus Harz, Oehlen malte sein Porträt von Schnabel erst kürzlich dieses Jahr. Jedes Gemälde trägt deutlich die malerischen Gesten der jeweiligen Schaffensperiode und beide verdeutlichen die besondere Beziehung, die diese zwei Maler verbindet. 


Gleichzeitig eröffnet Galerie Max Hetzler die erste Einzelausstellung mit neuen Gemälden von Ron Gorchov in der Bleibtreustraße 45.


Albert Oehlen (*1954, Krefeld) lebt und arbeitet in der Schweiz. Seit 1981 stellt er regelmäßig in der Galerie Max Hetzler aus. Oehlens Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen in internationalen Institutionen wie dem Museo Nacional de Bellas Artes, Havanna (2017); Cleveland Museum of Art und Guggenheim, Bilbao (beide 2016); New Museum, New York und der Kunsthalle Zürich (beide 2015); Museum Wiesbaden (2014); mumok, Wien (2013); Kunstmuseum Bonn (2012); Carré d'Art de Nîmes (2011); Musée d' Art Moderne de la Ville de Paris (2009); Whitechapel Gallery, London (2006); MOCA, Miami; Kunsthalle Nürnberg (beide 2005); Musée Cantonal Des Beaux Arts, Lausanne; Domus Artium 2002, Salamanca und der Secession, Wien (alle 2004) gezeigt. im April 2018 wird eine umfangreiche Ausstellung im Palazzo Grassi in Venedig zu sehen sein.

Julian Schnabel (*1951, Brooklyn) lebt und arbeitet in New York, Montauk und San Sebastian. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Institutionen wie u.a. der Royal Academy, London; Whitney Museum of American Art, New York (beide 2017); Aspen Art Museum (2016); Museu de Arte de São Paulo Assis Chateaubriand (2014); Metropolitan Museum of Art, New York; Martin-Gropius-Bau, Berlin; Kunsthalle Bern (alle 2012); Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main (2011); MOCA Grand Avenue, Los Angeles (2009); Contemporary Art Museum Kiasma, Helsinki; Tate Modern, London (beide 2008); Beijing World Art Museum, Peking (2007) und im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (2004) gezeigt. Schnabels Gemälde sind in renommierten Sammlungen vertreten, darunter das Museum of Modern Art, New York; Musée National d'art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris; Whitney Museum of American Art, New York; Hamburger Bahnhof, Berlin; Stedelijk Museum, Amsterdam; Solomon R. Guggenheim Museum, New York und der Tate Gallery, London.


Weitere Ausstellungen und Messebeteiligungen: 


Loris Gréaud
LADI ROGEURS
10. Februar – 31. März 2018 
57, rue du Temple 75004 Paris

Ron Gorchov
14. April – 19. Mai 2018
Eröffnung: 14. April, 18-20 Uhr
Bleibtreustraße 45, 10623 Berlin

Robert Grosvenor | Richard Prince
14. April – 19. Mai 2018
Eröffnung: 14. April, 18-20 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

Art Cologne
18. – 22. April 2018


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