Bridget Riley - Galerie Max Hetzler
Installation view

Wir freuen uns, Sie auf unsere umfassende Einzelausstellung mit Arbeiten der international anerkannten Künstlerin Bridget Riley in allen drei Berliner Standorten aufmerksam zu machen. Dies ist die siebte Einzelausstellung der Künstlerin mit der Galerie.

Seit Beginn ihrer Karriere hat Bridget Riley den Begriff der Abstraktion und dessen Möglichkeiten für den malerischen Prozess stetig erweitert. In dem Bewusstsein darüber wie individuelle und kollektive Erfahrungen die Sicht auf die Welt beeinflussen, schafft die Künstlerin Werke, die Farbe und Form von ihrem illustrativen Potenzial befreien und etwas ermöglichen, das die Künstlerin als „reines Sehen“ bezeichnet. Riley konzipiert ihre Gemälde durch das Verdichten und Kombinieren spezifischer Formen. Vertikale und horizontale Streifen, Kreise, Dreiecke und Rhomben, geschwungene Linien scheinen sich rhythmisch über die Leinwand zu bewegen. Die tiefgreifende Auseinandersetzung der Künstlerin mit Bewegung, Licht und Farbe resultiert in einem komplexen Oeuvre, dem eine langjährige Faszination für den physischen Wahrnehmungsprozess zugrunde liegt.

Die Ausstellung in der Galerie Max Hetzler Berlin umfasst neue Gemälde und Wandarbeiten aus jüngeren Serien sowie bedeutende Werke aus den vergangenen Jahren, die Rileys Ausstellungsgeschichte mit der Galerie nachzeichnen, die bereits vor mehr als einem Jahrzehnt begann.

In stetiger Auseinandersetzung mit dem Bildraum schuf Riley 2007 das ikonische Wandgemälde Arcadia 1 und präsentierte es im selben Jahr in ihrer ersten Ausstellung mit der Galerie Max Hetzler in Berlin. Arcadia 1 zeigt eine fließende Komposition aus sich überlappenden Kurven in Grün, Blau und Ocker, welche die weiße Fläche der Galeriewand Teil des Werkes werden lassen. Das Wandgemälde wird nun im Ausstellungsraum in der Bleibtreustraße 45 zu sehen sein, neben Beispielen aus Rileys Serie der Streifenbilder.

Eine Auswahl neuer Arbeiten auf Leinwand aus Rileys jüngster Serie Intervals bilden den Schwerpunkt der Ausstellung in der Goethestraße 2/3. Intervals zeugt von der Dynamik und ständigen Weiterentwicklung Rileys künstlerischer Praxis. Obwohl Intervals charakteristisch für das Werk der Künstlerin ist, stellt es durch das vertikale Format und den dominierenden weißen Grund, der die Farben Violett, Ocker, Grün und Türkis zugleich abgrenzt und mit ihnen kontrastiert, eine radikale Erweiterung dar.

Der neue Standort der Galerie zeigt in der Bleibtreustraße 15/16 erstmals ein Gemälde, an dem Riley vor acht Jahren zu arbeiten begann. Das großformatige, vielfarbige Werk ist eine Hommage an Henri Matisse, eine Quelle der Inspiration, aus der Riley unaufhörlich schöpft.

Bridget Riley wurde 1931 in London geboren, wo sie lebt und arbeitet. Ihre Werke wurden in Einzelausstellungen internationaler Institutionen gezeigt, darunter The Hayward Gallery, London und National Galleries of Scotland, Edinburgh (2019-2020); Kawamura Memorial DIC Museum of Art, Sakura (2018); Gemeentemuseum, The Hague und Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh (2016); The Courtauld Institute, London (2015); The Art Institute of Chicago (2014); Museum für Gegenwartskunst Siegen (2012); The National Gallery, London (2010); Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (2008); Museum of Contemporary Art, Sydney (2004); Tate Britain, London (2003); Dia Center for the Arts, New York (2000); Serpentine Gallery, London (1999); National Museum of Modern Art, Tokyo (1980); Museum of Fine Arts, Dallas (1978); Kunsthalle Bern und Kunsthalle Düsseldorf (1971); Kunstverein Hannover (1970); Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (1969); und im Museum of Modern Art, New York (1966). Die Künstlerin vertrat Großbritannien auf der 34. Biennale di Venezia (1968) und nahm an der Documenta IV (1968) und Documenta VI (1977) in Kassel teil.

Bridget Rileys Werke sind in namhaften Sammlungen vertreten, wie der Tate, London; The Museum of Modern Art, New York; The Metropolitan Museum, New York; Centre Georges Pompidou, Paris; Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris; Dallas Museum of Art, Dallas; Museum of Contemporary Art - MOCA, Los Angeles; National Museum of Modern Art, Tokyo; Staatsgalerie Stuttgart und Museum für Gegenwartskunst Siegen.


Weitere Ausstellungen:

5. September – 17. Oktober 2020
André Butzer
57, rue du Temple, 75004 Paris

24. September – 31. Oktober 2020
Giulia Andreani
Pigs and Old Lace
41 Dover Street W1S 4NS London

31. Oktober 2020 – 23. Januar 2021
Glenn Brown
And thus we existed
Bleibtreustraße 45 & Bleibtreustraße 15/16, 10623 Berlin

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