Jeff Koons - Galerie Max Hetzler

Galerie Max Hetzler zeigt fünf neue Bilder von Jeff Koons.

Wet-into-wet painting feels very 60s. That type of fluidness can’t be trusted so much today because of television and other media. There’s a sense of pixelation that we’ve come to trust more, and without it an image becomes fantasy.“ – Jeff Koons

Koons’ Bilder versprühen eine beeindruckende Energie und Präzision. Filmstills, Fotografien, oder weitere Printmedien werden mit abstrakten und figurativen Elementen collagiert und am Computer bearbeitet. Die Bildinhalte sind aufwendig und exakt auf die Leinwände gemalt. Von der Idee bis zur Fertigstellung der großen Formate trifft der Künstler jede Entscheidung sorgfältig und überwacht minutiös alle Schritte.

Die Szenen des grob gepixelten Hintergrunds zusammen mit Zeichnung und Titel der ausgestellten Bilder sind Teil des erotischen Kosmos von Koons. Gleichzeitig stellt er wie so oft in seinem Werk einen klaren thematischen und formalen Bezug zur Kunstgeschichte her: so verweist die helle Umrisslinie eines weiblichen Geschlechts im Vordergrund auf das bekannte Gemälde „Der Ursprung der Welt“ von Gustave Courbet.

Von Beginn seiner Karriere an stellt Koons mit seiner Arbeit den traditionellen Kunstbegriff in Frage. Banale Objekte des Alltags, wie Staubsauger, aufblasbare Blumen und Tiere, Comicfiguren und Kinderspielzeug dienen ihm als Inspiration für sein Werk, um die gesellschaftlichen Werte, Hierarchien und deren Verletzlichkeiten aufzuzeigen. Koons’ erklärte Strategien beruhen auf dem Anspruch, Kunst zu ästhetisieren, dem Streben nach Objektivität sowie dem Einbeziehen des Betrachters.

Parallel zu unserer Ausstellung zeigt die Neue Nationalgalerie vom 31. Oktober 2008 - 8. Februar 2009 Skulpturen aus der Werkgruppe „Celebration“.

Jeff Koons wurde 1955 in York, Pennsylvania geboren, er lebt und arbeitet in New York. Seit 1986 stellt Jeff Koons bei der Galerie Max Hetzler aus. Dies ist seine vierte Einzelausstellung in der Galerie. Seine Arbeiten wurden unter anderem in Ausstellungen folgender Museen gezeigt (seit 2000): Neue Nationalgalerie, Berlin (2008/09); Château de Versailles; The Metropolitan Museum of Art, New York; Museum of Contemporary Art, Chicago (alle 2008); Victoria & Albert Museum, London (2006); Helsinki City Art Museum, Helsinki (2005); Astrup Fearnley Museet for Moderne Kunst, Oslo (2004); Kunsthalle Bielefeld (2002); Guggenheim Museum, New York (2002); Kunsthaus Bregenz (2001), Deutsche Guggenheim, Berlin (2000) und The Royal Academy of Arts, London (2000). 

Galerie Max Hetzler zeigt Bilder von Albert Oehlen vom 1. November – 20. Dezember 2008 in den OsramHöfen, Oudenarder Str. 16-20 in Berlin-Wedding.