RICHARD PRINCE - Galerie Max Hetzler

Wir freuen uns, Sie auf unsere kommende Ausstellung Super Group mit Gemälden von Richard Prince in der Bleibtreustraße 45 und der Goethestraße 2/3 aufmerksam zu machen.

In seiner ersten Einzelausstellung mit Galerie Max Hetzler zeigt Richard Prince eine Auswahl von Werken aus seiner Serie Super Group. Der Titel verweist auf die Bezeichnung einer Musikgruppe, deren Band-mitglieder bereits aus vorherigen Projekten bekannt und erfolgreich sind und die so auf zugespitzte Weise das ikonische und individualistische Wesen westlicher Rock- und Popkultur verkörpert.

Die ausgestellten Werke sind geprägt von Prince' tiefem Interesse an amerikanischer Hoch- und Massenkultur und beinhalten eine Vielzahl musikkultureller Elemente und Referenzen. Indem er mit den verschiedenen Eigenschaften und der Materialität von Collage, Malerei und Druck spielt, integriert Prince in seinen Gemälden tatsächliche, gescannte oder gedruckte Plattenhüllen, die er auf die Oberfläche tackert oder klebt, sowie Fotos, Poster und Zeitschriftencover. Teilweise zeigen die Arbeiten sogar echte BHs gemeinsam mit Bildern eben solcher, vermutlich auf eine Rockband mit dem Namen Black Bra anspielend, in der Prince Mitglied war. Scheinbar rasch aufgetragen, bedecken Acrylfarbe und Ölkreide Teile der Leinwand und collagierten Oberfläche, während andere Stellen frei bleiben. Die zugrundeliegende Fläche wird dadurch sichtbar und durch überlagernde Schichten entsteht ein Eindruck von Tiefe.

Innerhalb der Ausstellung Super Group verweist Prince immer wieder auf eigene, frühere Arbeiten. So tauchen vielfach einzelne Figuren aus seinen Hippie Drawings in den neuen Werken auf, eine Serie, die in den frühen 2000ern entstanden ist. Oftmals auf Leinwand gedruckt, ausgeschnitten und auf der Oberfläche befestigt, manchmal direkt auf die Leinwand gemalt, stehen sie neben flüchtig hingekritzelten Namen berühmter Bands und Sänger, Songtiteln und -texten. Wiederkehrende Elemente aus früheren Serien wie Gummibänder, DVD- und CD-Etiketten stellen deutliche Bezüge zu Prince' künstlerischem Ansatz dar.

Durch diese Form der Selbstaneignung bringt Prince das in seiner Praxis übliche Zitieren Anderer sowie das Infragestellen von Autorschaft und Urheberrecht an einen Punkt, an dem er sein eigenes Werk versammelt, neu kontextualisiert und somit sowohl zur Quelle als auch zum Nutzer wird. Gleichzeitig führen die Gemälde in der Ausstellung die beständige Auseinandersetzung des Künstlers mit Fragen nach Identität, Mythen und Starkult innerhalb amerikanischer Kultur fort und vereinen so die zentralen Aspekte seines Werks.


Richard Prince wurde 1949 in der Panamakanalzone geboren, er lebt und arbeitet Upstate New York. Prince' Werke wurden in zahlreichen Einzelausstellungen in internationalen Institutionen wie dem Kunsthaus Bregenz, Bregenz (2014); Picasso Museum, Malaga (2012); Le Consortium, Dijon (2011); Serpentine Gallery, London; Walker Art Center, Minneapolis (beide 2008); Guggenheim Museum, New York (2007); Kunsthalle Zürich, Zürich (2002); Museum für Gegenwartskunst, Basel (2001); MAK, Wien (2000) und dem Haus der Kunst, München (1996) gezeigt. 2003 und 2007 nahm er an der Biennale di Venezia und in den Jahren 1985, 1987, 1997 und 2004 an der Whitney Biennial teil. Prince' Arbeiten sind in wichtigen Sammlungen wie dem Centre Georges Pompidou, Paris; Museum of Modern Art, New York; The Art Institute of Chicago, Chicago; Metropolitan Museum of Art, New York; Tate Modern, London und Victoria and Albert Museum, London vertreten.


Weitere Ausstellungen, Veranstaltungen und Messebeteiligungen:

Ida Ekblad
Step Motherfucker
2. September - 7. Oktober 2017
Eröffnung: 2. September, 18-21 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

Art Berlin
14. – 17. September 2017

Artist Talk
Inge Mahn
21. September 2017
Galerie Max Hetzler @ Kurfürstendamm 213

Frieze London
4. – 8. Oktober 2017

Bridget Riley
17. Oktober – 18. November 2017
Eröffnung: 17. Oktober, 18-21 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

FIAC Paris
19. – 22. Oktober 2017


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