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Albert Oehlen, Thomas Struth et al.

The Essl Collection (group show)
Albertina Modern, Vienna
7 December 2020 – 25 April 2021

Installation view: The Essl Collection, Albertina, Vienna, 2020 © Fotoatelier Albertina
Installation view: The Essl Collection, Albertina, Vienna, 2020 © Fotoatelier Albertina

The winter/spring season of 2020/2021 at Albertina Modern is given over to the Essl Collection.

This marks the first time that an overview of the Essl Collection’s historical depth and geographical breadth, ranging from American output to artworks from China, has been presented in Austria’s capital city—with 110 masterpieces created between 1960 and the present by famous artists ranging from Antoni Tàpies to Maria Lassnig, and Georg Baselitz, and from Alex Katz to Fang Lijun, Annette Messager and Nam June Paik.

The selected paintings, sculptures, objects, installations, and videos simultaneously provide an impression of the great diversity of media covered by the Essl Collection, which has been held by the ALBERTINA Museum since 2017 and now forms the backbone of the museum’s modern and contemporary art holdings.

This exhibition places the most influential and important Austrian artists in dialog with pivotal international artistic stances of the present era and their foremost proponents.

Albertina Modern


Additional:

Thomas Struth

Archive Matrix Assembly: The Photography of Thomas Struth 1978–2018 (publication)

Photo: Kris Graves
Photo: Kris Graves

Archive Matrix Assembly: The Photography of Thomas Struth 1978–2018 presents the first comprehensive, systematic theory of Thomas Struth’s main body of photographic work from its beginnings in the late 1970s until his most recent work in 2018. The book presents a unique, evolutionary understanding of the work, proposing that it has established three stages of production: archive, matrix, and assembly. Together the three stages form a developmental system that characterizes the individual photographs, their relation to their subject matter, and how they form larger, significant collections of images. The book project accomplishes three main goals: it develops a comprehensive critical reading of the work, it serves as a monograph of the artist, and it provides an extensive analysis of the photographs at all stages, including the less discussed, more recent photography, which is placed on par with the earlier work for which Struth first became internationally renowned.

Order a copy here.


Albert Oehlen

Collaboration with "Talk About Lebanon"

Image © Albert Oehlen
Image © Albert Oehlen

Galerie Max Hetzler is pleased to team up with "Talk About Lebanon" in the wake of the fatal explosion in Beirut on 4 August 2020. The first in a series of collaborations is a T-shirt featuring a painting by Albert Oehlen from his iconic "Baumbilder" (Tree Paintings) series. All proceeds from the sale will go towards the NGO "Live Love Beirut" whose mission is to provide assistance to those who cannot afford to repair their homes after the explosion.

The T-shirt can be purchased at Talkaboutlebanon.co.uk

Talk about Lebanon


Albert Oehlen

"Big Paintings By Me With Small Paintings By Others"
Museo d’arte della Svizzera italiana (MASI), Lugano
5 September 2021 – 20 February 2022

Artists’ own collections are often among the most interesting. Sensitive and intense, artist collectors are veritable natural connoisseurs, who are immune to trends and have special access to the art market and a genuine passion for the works. Many artists are art collectors, but there are few opportunities to see their collections. In September 2021, MASI will dedicate a large-scale exhibition to Albert Oehlen, a leading contemporary artist and keen collector.

The artist himself selected the works, which will be displayed in contrast to some of his most significant paintings.

“I could say something about each work, but I’m too lazy. In any case, I can affirm that most of them are, in one way or another, connected to my own work. I greatly admire some of these artists. […] The exhibition at MASI is about placing my works in relation to those of my collection and making this relationship perceptible.” – Albert Oehlen

In addition to Oehlen’s paintings, the exhibition will feature works by many international artists, including Mike Kelley, Daniel Richter, Bruno Goller, Christopher Wool, Jeff Koons, Konrad Klapheck, Malcolm Morley, Martin Kippenberger, Peter Brüning, Richard Artschwager and William N. Copley.

MASI Lugano


Albert Oehlen et al.

Writing the History of the Future (The ZKM Collection) (group show)
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Karlsruhe
23 February 2019 – 9 January 2022

Das 30jährige Bestehen des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist der Anlass, mit seiner Sammlung, die als eine der wichtigsten Medienkunstsammlungen der Welt gilt, die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu zu erzählen. Mit über 500 Objekten zeigt die Ausstellung erstmals die Vielfalt der Künste im medialen Wandel. Sie umfasst Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine radikale Transformation des Bildes durch die apparativen Medien. Beginnend mit dem Skandal der Fotografie, der darin bestand, dass Bilder sich quasi selbst herstellen, haben die Medien den „Gesamtcharakter der Kunst verändert“ (Walter Benjamin). Fotografie, Film, Fernsehen, Video, Computer und Internet haben das Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter sowie unsere Vorstellung des Schöpferischen neu bestimmt. Die Ausstellung Writing the History of the Future macht beispielhaft den Wandel der Kunst angesichts der sich verändernden apparativen Produktions-, Rezeptions- und Distributionstechnologien deutlich. Sie zeigt auch, wie KünstlerInnen mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst Jahre später für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden. Sie schreiben, wie der Titel der Ausstellung sagt, die Geschichte der Zukunft.

Durch die alle Gattungen und Medien übergreifende Perspektive eröffnet die Ausstellung Writing the History of the Future auf über 6.000 qm einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Epoche rasanten technologischen Wandels durch elektronische und digitale Informations- und Kommunikationstechnologien leitete eine nie gekannte Demokratisierung von Kunst und Kultur ein. Writing the History of the Future macht nachvollziehbar, wie das Versprechen der Fotografie, die Abbildung der Welt zu individualisieren, in den 1960er-Jahren von den AktivistInnen der Videokunst nochmals eingelöst wurde. Mit der plötzlich verfügbaren Videotechnik bildeten sie Welten ab, die weder im Fernsehen noch von der Filmindustrie gezeigt wurden und entwickelten eine Ästhetik, die noch heute unsere visuelle Kultur beeinflusst. Die Erweiterung der technischen Trägermedien des Bildes, vom Tafelbild zum Bildschirm, hat die Kunst in einer neuen visuellen Kultur aufgelöst, Massenkultur und Hochkultur verschränkt. Mit der Verbreitung der Computertechnik in den 1950er-Jahren wandelte sich unsere Vorstellung des Schöpferischen, begann die Automatisierung und Algorithmisierung der Künste. Der zeichenverarbeitende Apparat provozierte Diskussionen wie sie heute im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz aufs Neue geführt werden. Elektronische Medien veränderten auch die Wahrnehmung und die Erzeugung des Klangs im 20. Jahrhunderts. Bisher illegitime Klänge und Geräusche wurden zu einem Medium der bildenden Kunst, zur Sound Art.

Die Ausstellung Writing the History of the Future macht deutlich, wie grundlegend Apparate das Verhältnis zum Kunstwerk verändert haben – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Die Erzeugung von Kunst konzentriert sich nicht mehr allein auf das Subjekt des Künstlers bzw. der Künstlerin, sondern inkludiert diverse Aktanten, seien es Apparate oder Menschen. Durch die Entwicklung der partizipativen, interaktiven und performativen Künste, von bewegten Bildern zu den bewegten BetrachterInnen, entstehen seit den 1960er- Jahren offene Werke, welche die BesucherInnen einer Ausstellung nicht allein zum Betrachten, sondern zum Handeln auffordern.

Die Sammlungspräsentation, für die aus 9.500 Werken ausgewählt wurde, zeichnet sich durch ihre gattungsüberschreitende Inszenierung aus. Sie zeigt den Wandel der Gattung Porträt, der Darstellung des Körpers, des Landschaftsbildes und der Architektur vom Gemälde zur interaktiven Computerinstallation. Sie zeigt die Aktualisierung des Urmediums Schrift sowie der Kunst als Format des kollektiven und individuellen Gedächtnisses unter den Bedingungen der Informationstechnologie. Die Ausstellung präsentiert somit eine Kunst radikaler Zeitgenossenschaft, d.h. eine Kunst, in der KünstlerInnen die Gegenwart mit den technischen Medien ihrer Zeit reflektieren. Sie bietet eine einmalige Gelegenheit, mit zum Teil raumgreifenden Installationen und zahlreichen Inkunablen der Medienkunst, einen umfassenden Überblick über die eigentliche Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert jenseits von Malerei und Skulptur zu gewinnen.

Writing the History of the Future ist nicht allein eine Sammlung von Objekten, sondern auch eine Versammlung von Subjekten. Lounges laden ein, sich zusammenzusetzen und über das Gesehene mit Freunden und Familie auszutauschen, im Ackerspace treffen sich Interessierte zu Workshops und Seminaren. Im BÄM-Lab, dem Maker-Space des ZKM wird gemeinsam experimentiert.

Die Ausstellung ist ein Erlebnis- und Denkraum, in dem das Publikum angeregt wird, an der Geschichte der Zukunft mitzuschreiben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe