Bridget Riley - Galerie Max Hetzler

Die englische Künstlerin Bridget Riley ist vor allem für ihre schwarz-weißen Op-Art-Bilder bekannt, die geradezu sinnbildlich für die 1960er-Jahre stehen. In ihren kraftvollen farbigen Arbeiten, die auf diese folgen, setzt sie die Untersuchung der Wahrnehmung in den Beziehungen zwischen Struktur und Farbe fort. Galerie Max Hetzler zeigt eine kleine Retrospektive dieser bedeutenden Künstlerin mit Werken aus den letzten drei Jahrzehnten – Studien, Gemälde und Wandmalereien.

In den letzten zehn Jahren hat sich Riley zunehmend auf Effekte konzentriert, die durch einen direkten Kontrast zwischen den Farben entstehen. Die Künstlerin zeichnet hier gewissermaßen mit der Farbe, getreu ihrer Überzeugung, dass der „Herausforderung Farbe auf ihrem eigenen Gebiet zu begegnen ist“. Riley hat in ihren Schriften stets betont, wie wichtig ihr der Vorgang des Sehens ist, sei es vor einem Gemälde oder in der Natur. Ihre eigenen Bilder hingegen wollen nicht nur betrachtet werden, man schaut ihnen zu, wie Adrian Searle, Kunstkritiker der englischen Zeitung The Guardian, bemerkt. Farben, Formen und Leerräume verändern sich ständig vor den Augen des Betrachters und „im besten Fall scheinen ihre Werke lebendig zu werden“.

Bridget Riley hat die Ausstellung konzipiert und Gemälde, die nie zuvor in Deutschland zu sehen waren, sowie Leihgaben aus Privatsammlungen und die große Wandzeichnung Composition with Circles 4 (2004) ausgewählt. Der international bekannte englische Architekt Paul Williams hat für diese umfangreiche Werkschau die Räume der Galerie gestaltet.

Zur Ausstellung erscheint bei Holzwarth Publications, Berlin, in Zusammenarbeit mit Ridinghouse, London, ein umfangreicher Katalog mit Abbildungen aller ausgestellten Werke. Rileys jüngster Essay „Work“ (2009) und ein Gespräch der Künstlerin mit Lynne Cooke aus dem Jahr 2005 werden hier erstmals in deutscher Übersetzung publiziert.
Bridget Riley erhielt 2009 mit dem Kaiserring der Stadt Goslar den bedeutendsten Kunstpreis der Bundesrepublik Deutschland, sowie aktuell den Rubenspreis der Stadt Siegen, dessen Verleihung im Sommer 2012 stattfinden wird. Ihre Werke sind in den wichtigsten Museen weltweit vertreten: Museum of Modern Art (MoMA), New York; Tate Gallery, London; Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris; National Museum of Modern Art, Tokio und vielen anderen. Zwei Wandgemälde sowie weitere Bilder und Studien sind noch bis zum 22. Mai 2011 in der Sonderausstellung Bridget Riley: Paintings and Related Work in der National Gallery in London zu sehen.

Dies ist Bridget Rileys dritte Einzelausstellung in der Galerie.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Florian Rehn unter +49(0)30 459 77 420, Silke Neumann unter silke.neumann(at)bureau-n.de oder besuchen Sie unsere Website www.maxhetzler.com