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Albert Oehlen, Julian Schnabel, Christopher Wool et al.

Artist's Choice: Amy Sillman – The Shape of Shape (group show)
The Museum of Modern Art (MoMA), New York

Installation view: The Museum of Modern Art(MoMA), New York, 2019. © 2019 The Museum of Modern Art. Photo: Heidi Bohnenkamp
Installation view: The Museum of Modern Art(MoMA), New York, 2019. © 2019 The Museum of Modern Art. Photo: Heidi Bohnenkamp

The Museum of Modern Art announces Artist’s Choice: Amy Sillman—The Shape of Shape, an exhibition of nearly 75 works from MoMA’s collection selected by Sillman (b. 1955), an artist who has helped redefine contemporary painting, pushing the medium into installations, prints, zines, animation, and architecture. On view from October 21, 2019, through April 12, 2020, the exhibition includes a wide array of works, many rarely seen, installed in a unique shelving display on the fifth floor of The Jerry Speyer and Katherine Farley Building.

In this exhibition, Sillman presents a highly personal exploration of shape—the ever-shifting boundaries that define what and how we see—in modern art. Works spanning vastly different time periods, places, and mediums engage the eccentric forms and unpredictable contours of bodies, fragments, gestures, and shadows. Sillman examines the creation of shape as an act of subjective choice—in contrast to art made by following systems, rules, or grids, conventions that have often dominated artistic practice throughout the 20th century. The Shape of Shape is organized by Amy Sillman with Michelle Kuo, The Marlene Hess Curator, and Jenny Harris, Curatorial Assistant, Department of Painting and Sculpture.

Reflecting on her curatorial process, Sillman said, “Even though shape is everywhere, we don’t talk about it much; it’s not a hot topic in art, like color or systems. So I decided to look for works in MoMA’s collection in which shape does prevail over other considerations. I found a wealth of artworks, far too many to include here, by artists who dig into life’s surfaces, who start with physical perception rather than abstract logic. Often eccentric, poetic, or intimate, these works are like bodies that speak, operating at the hub of language and matter, signs and sensations.”

The Shape of Shape includes works by a diverse range of artists, including Albert Oehlen, Julian Schnabel und Christopher Wool, among many others.

MoMA


Additional:

Albert Oehlen et al.

Come Out! (group show)
Kistefos Museum, Jevnaker
24 May – 11 October 2020

Installation view: Kistefos Museum, Jevnaker, 2020. Photo: Ida Oehlen
Installation view: Kistefos Museum, Jevnaker, 2020. Photo: Ida Oehlen

For the first time, a sizable selection of works from the Christen Sveaas Art Foundation will be shown in a Norwegian museum. The exhibition Come Out! will be showing in The Twist from 24th May to 11th October. 

Sveaas has been a dedicated art collector of both Norwegian and international art since the '80s, and the collection comprises more than 1700 works.

The title of the exhibition is borrowed from one of the works in the exhibition: Come Out # 13 (2015), by American artist Glenn Ligon, that deals with the rights of the individual and the community, whilst also shining a light on a dark event in American history.

Kistefos Museum


Albert Oehlen et al.

Writing the History of the Future (The ZKM Collection) (group show)
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Karlsruhe
23 February 2019 – 8 August 2021

Das 30jährige Bestehen des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist der Anlass, mit seiner Sammlung, die als eine der wichtigsten Medienkunstsammlungen der Welt gilt, die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu zu erzählen. Mit über 500 Objekten zeigt die Ausstellung erstmals die Vielfalt der Künste im medialen Wandel. Sie umfasst Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine radikale Transformation des Bildes durch die apparativen Medien. Beginnend mit dem Skandal der Fotografie, der darin bestand, dass Bilder sich quasi selbst herstellen, haben die Medien den „Gesamtcharakter der Kunst verändert“ (Walter Benjamin). Fotografie, Film, Fernsehen, Video, Computer und Internet haben das Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter sowie unsere Vorstellung des Schöpferischen neu bestimmt. Die Ausstellung Writing the History of the Future macht beispielhaft den Wandel der Kunst angesichts der sich verändernden apparativen Produktions-, Rezeptions- und Distributionstechnologien deutlich. Sie zeigt auch, wie KünstlerInnen mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst Jahre später für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden. Sie schreiben, wie der Titel der Ausstellung sagt, die Geschichte der Zukunft.

Durch die alle Gattungen und Medien übergreifende Perspektive eröffnet die Ausstellung Writing the History of the Future auf über 6.000 qm einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Epoche rasanten technologischen Wandels durch elektronische und digitale Informations- und Kommunikationstechnologien leitete eine nie gekannte Demokratisierung von Kunst und Kultur ein. Writing the History of the Future macht nachvollziehbar, wie das Versprechen der Fotografie, die Abbildung der Welt zu individualisieren, in den 1960er-Jahren von den AktivistInnen der Videokunst nochmals eingelöst wurde. Mit der plötzlich verfügbaren Videotechnik bildeten sie Welten ab, die weder im Fernsehen noch von der Filmindustrie gezeigt wurden und entwickelten eine Ästhetik, die noch heute unsere visuelle Kultur beeinflusst. Die Erweiterung der technischen Trägermedien des Bildes, vom Tafelbild zum Bildschirm, hat die Kunst in einer neuen visuellen Kultur aufgelöst, Massenkultur und Hochkultur verschränkt. Mit der Verbreitung der Computertechnik in den 1950er-Jahren wandelte sich unsere Vorstellung des Schöpferischen, begann die Automatisierung und Algorithmisierung der Künste. Der zeichenverarbeitende Apparat provozierte Diskussionen wie sie heute im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz aufs Neue geführt werden. Elektronische Medien veränderten auch die Wahrnehmung und die Erzeugung des Klangs im 20. Jahrhunderts. Bisher illegitime Klänge und Geräusche wurden zu einem Medium der bildenden Kunst, zur Sound Art.

Die Ausstellung Writing the History of the Future macht deutlich, wie grundlegend Apparate das Verhältnis zum Kunstwerk verändert haben – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Die Erzeugung von Kunst konzentriert sich nicht mehr allein auf das Subjekt des Künstlers bzw. der Künstlerin, sondern inkludiert diverse Aktanten, seien es Apparate oder Menschen. Durch die Entwicklung der partizipativen, interaktiven und performativen Künste, von bewegten Bildern zu den bewegten BetrachterInnen, entstehen seit den 1960er- Jahren offene Werke, welche die BesucherInnen einer Ausstellung nicht allein zum Betrachten, sondern zum Handeln auffordern.

Die Sammlungspräsentation, für die aus 9.500 Werken ausgewählt wurde, zeichnet sich durch ihre gattungsüberschreitende Inszenierung aus. Sie zeigt den Wandel der Gattung Porträt, der Darstellung des Körpers, des Landschaftsbildes und der Architektur vom Gemälde zur interaktiven Computerinstallation. Sie zeigt die Aktualisierung des Urmediums Schrift sowie der Kunst als Format des kollektiven und individuellen Gedächtnisses unter den Bedingungen der Informationstechnologie. Die Ausstellung präsentiert somit eine Kunst radikaler Zeitgenossenschaft, d.h. eine Kunst, in der KünstlerInnen die Gegenwart mit den technischen Medien ihrer Zeit reflektieren. Sie bietet eine einmalige Gelegenheit, mit zum Teil raumgreifenden Installationen und zahlreichen Inkunablen der Medienkunst, einen umfassenden Überblick über die eigentliche Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert jenseits von Malerei und Skulptur zu gewinnen.

Writing the History of the Future ist nicht allein eine Sammlung von Objekten, sondern auch eine Versammlung von Subjekten. Lounges laden ein, sich zusammenzusetzen und über das Gesehene mit Freunden und Familie auszutauschen, im Ackerspace treffen sich Interessierte zu Workshops und Seminaren. Im BÄM-Lab, dem Maker-Space des ZKM wird gemeinsam experimentiert.

Die Ausstellung ist ein Erlebnis- und Denkraum, in dem das Publikum angeregt wird, an der Geschichte der Zukunft mitzuschreiben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe


Julian Schnabel

Julian Schnabel (solo show)
Hall Art Foundation | Schloss Derneburg Museum, Holle

Julian Schnabel, installation view, Hall Art Foundation | Schloss Derneburg Museum, Derneburg, 2019. Photo: Stefan Neuenhausen. Courtesy of the artist and Hall Art Foundation
Julian Schnabel, installation view, Hall Art Foundation | Schloss Derneburg Museum, Derneburg, 2019. Photo: Stefan Neuenhausen. Courtesy of the artist and Hall Art Foundation

The Hall Art Foundation is pleased to announce an exhibition by American artist Julian Schnabel to be held at its Schloss Derneburg location. Considered to be a figurehead in the resurgence of painting in the late 1970’s, Schnabel continues to create gestural and highly charged work that appropriates ancient and modern literary and cultural references, while conflating the boundary between figuration and abstraction. This exhibition brings together 7 large-scale bronze sculptures installed both indoors and on the adjacent property, together with a series of monumental paintings on found tarpaulin.

In the five part series, Untitled (Treatise on Melancholia) (1989), Schnabel paints on olive green tarpaulin, a material traditionally used by the military, and first sourced by the artist in 1985 while he worked in Mexico. Bold applications of vinyl paint (gesso) are juxtaposed against horizontal bands of heavy and opaque fabric that have been sewn together. With no discernible foreground or background, the intersecting white shapes that might otherwise suggest a landscape or still life, are abstracted.

Untitled (Treatise on Melancholia) (1989), presents a solitary abstract form floating within an undefined field spread over 5 panels. The found tarpaulin is marked with various stains and indentations, traces from its earlier life in Mexico. Schnabel's untraditional selection of material and use of vinyl paint highlights the notion of gesture as both a physical act and as idea.

The Cuartel de Carmen in Seville, Spain is a monastery that was built in 1492 and had been occupied by the military in the beginning of 20th century and abandoned in 1978.  For this exhibition Schnabel made 24 tarp paintings which he considered to be 24 stations of the cross.  In 1979, Schnabel began to incorporate bronze elements in his paintings, and later progressed to monumental sculpture in the early 1980s. Idiota (1989) was first assembled in situ at the Cuartel de Carmen.  This cruciform (or battle standard) was built entirely from material collected from the barracks. A large piece of bronze cast from a slab of wood acts as the standard and displays the title, “IDIOTA” above a series of Spanish names, “Carmen Romero,” “Manuel Benitez,” among others, are the names inscribed on the cross and bronze flags that hang from each arm. The work signifies Schnabel’s affinity for linguistic reference, and for the formal and pictorial quality of the letters themselves.  Besides being an appreciation for those who helped him make the sculpture.

Several bronze sculptures include autobiographical or literary references. MacBeth (1989) is a somber figure cast from a weathered wooden log, bluntly carved into a sulking head and torso and placed on a planked platform. The title of the sculpture, Si Tacuisses (1990) is a shortening of the Latin phrase that continues “…philosophus mansisses” (If you had kept your silence / you would have stayed a philosopher). Or, in other words, “If you had kept your mouth shut they wouldn’t know how dumb you are.” The bronze is cast from the stump of a palm tree, a common icon in Schnabel’s work, realistically rendered with tiny roots on its base and upward growing branches at its peak. A speech bubble assigns an anthropomorphic quality to the work. The declaration, “I went to Tangiers and had dinner with Paul Bowles”, references the American expatriate composer and author, then living in Morocco.

Hall Art Foundation