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Glenn Brown, Albert Oehlen, Rebecca Warren, Christopher Wool et al.

00s. Cranford Collection: the 2000s (group show)
MO.CO., Montpellier
24 October 2020 – 31 January 2021

Image: Albert Oehlen, 3 Amigos I , 2000/2006, © Adagp, Paris, 2020
Image: Albert Oehlen, 3 Amigos I , 2000/2006, © Adagp, Paris, 2020

For the first time in France, MO.CO. presents a selection of important works from the Cranford Collection. Established by Muriel and Freddy Salem in 1999, it is now among the largest private art collections in Europe, comprising over seven hundred works from the 1960s to the present.

The exhibition 00s. The 2000s in the Cranford Collection focuses on this as yet unexplored decade, which has still to be fully defined. For this reason, the works in the exhibition will be presented chronologically. A timeline will chart the key events of this period and connect them to paintings, drawings, photographs, sculptures and videos from this prestigious collection.

00s will offer a reading of the world through art (or of art through the world) with the aim of teasing out an image of a decade which remains loosely defined, and of establishing whether a coherent relationship emerges between works whose only apparent connection is the era in which they were created. By placing the emphasis on volume (with approximately one hundred exhibited artworks), the range of mediums, as well as the diversity of the artists’ ages and nationalities, the exhibition will establish a dialogue between art and topical issues, and seek to reveal how the 2000s have transformed our global cultures, geopolitics and economy, as well as our ecological awareness.

MO.CO.


Additional:

Rebecca Warren

Honoured with OBE (Officer of the Order of the British Empire)

Rebecca Warren, Aurelius, 2017–2019, photo: Peter Mallet
Rebecca Warren, Aurelius, 2017–2019, photo: Peter Mallet

We congratulate Rebecca Warren on being awarded an OBE (Officer of the Order of the British Empire) in Queen Elizabeth II's 2020 Birthday Honours List for services to Art. The title OBE is awarded to individuals who have made great contributions to the United Kingdom.

Rebecca Warren's Aurelius, 2017–2019 is currently on view at Regent's Park in London, as part of Frieze Sculpture, until 18 October 2020.


Albert Oehlen et al.

Come Out! (group show)
Kistefos Museum, Jevnaker
24 May – 13 December 2020

Installation view: Kistefos Museum, Jevnaker, 2020. Photo: Ida Oehlen
Installation view: Kistefos Museum, Jevnaker, 2020. Photo: Ida Oehlen

For the first time, a sizable selection of works from the Christen Sveaas Art Foundation will be shown in a Norwegian museum. The exhibition Come Out! will be showing in The Twist from 24th May to 13th December. 

Sveaas has been a dedicated art collector of both Norwegian and international art since the '80s, and the collection comprises more than 1700 works.

The title of the exhibition is borrowed from one of the works in the exhibition: Come Out # 13 (2015), by American artist Glenn Ligon, that deals with the rights of the individual and the community, whilst also shining a light on a dark event in American history.

Kistefos Museum


Glenn Brown

on "Closed Eyes" (1890) by Odilon Redon for the Musée d’Orsay
Musée d’Orsay, Paris
18 February 2020

For the Musée d'Orsay's "Une oeuvre / Un regard", the British painter Glenn Brown chose "Closed Eyes" by Odilon Redon, a very enigmatic Work that "draws you in… to think about it, not just look at it".

Glenn Brown (British, 1966) is known for his use of art historical references in his paintings. Brown transforms the appropriated image by changing its color, position and size. His grotesque yet fascinating figures appear to be painted with thick impasto but are actually executed through the application of thin, swirling brushstrokes. His recent practice explore morphing and layering drawings from artists past, creating his particularly masterful amalgamations of lightness, action and form.

With the generous support of VSI Paris - CHINKEL SA

Video on Musée d'Orsay's YouTube channel


Albert Oehlen et al.

Writing the History of the Future (The ZKM Collection) (group show)
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Karlsruhe
23 February 2019 – 8 August 2021

Das 30jährige Bestehen des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist der Anlass, mit seiner Sammlung, die als eine der wichtigsten Medienkunstsammlungen der Welt gilt, die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu zu erzählen. Mit über 500 Objekten zeigt die Ausstellung erstmals die Vielfalt der Künste im medialen Wandel. Sie umfasst Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine radikale Transformation des Bildes durch die apparativen Medien. Beginnend mit dem Skandal der Fotografie, der darin bestand, dass Bilder sich quasi selbst herstellen, haben die Medien den „Gesamtcharakter der Kunst verändert“ (Walter Benjamin). Fotografie, Film, Fernsehen, Video, Computer und Internet haben das Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter sowie unsere Vorstellung des Schöpferischen neu bestimmt. Die Ausstellung Writing the History of the Future macht beispielhaft den Wandel der Kunst angesichts der sich verändernden apparativen Produktions-, Rezeptions- und Distributionstechnologien deutlich. Sie zeigt auch, wie KünstlerInnen mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst Jahre später für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden. Sie schreiben, wie der Titel der Ausstellung sagt, die Geschichte der Zukunft.

Durch die alle Gattungen und Medien übergreifende Perspektive eröffnet die Ausstellung Writing the History of the Future auf über 6.000 qm einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Epoche rasanten technologischen Wandels durch elektronische und digitale Informations- und Kommunikationstechnologien leitete eine nie gekannte Demokratisierung von Kunst und Kultur ein. Writing the History of the Future macht nachvollziehbar, wie das Versprechen der Fotografie, die Abbildung der Welt zu individualisieren, in den 1960er-Jahren von den AktivistInnen der Videokunst nochmals eingelöst wurde. Mit der plötzlich verfügbaren Videotechnik bildeten sie Welten ab, die weder im Fernsehen noch von der Filmindustrie gezeigt wurden und entwickelten eine Ästhetik, die noch heute unsere visuelle Kultur beeinflusst. Die Erweiterung der technischen Trägermedien des Bildes, vom Tafelbild zum Bildschirm, hat die Kunst in einer neuen visuellen Kultur aufgelöst, Massenkultur und Hochkultur verschränkt. Mit der Verbreitung der Computertechnik in den 1950er-Jahren wandelte sich unsere Vorstellung des Schöpferischen, begann die Automatisierung und Algorithmisierung der Künste. Der zeichenverarbeitende Apparat provozierte Diskussionen wie sie heute im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz aufs Neue geführt werden. Elektronische Medien veränderten auch die Wahrnehmung und die Erzeugung des Klangs im 20. Jahrhunderts. Bisher illegitime Klänge und Geräusche wurden zu einem Medium der bildenden Kunst, zur Sound Art.

Die Ausstellung Writing the History of the Future macht deutlich, wie grundlegend Apparate das Verhältnis zum Kunstwerk verändert haben – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Die Erzeugung von Kunst konzentriert sich nicht mehr allein auf das Subjekt des Künstlers bzw. der Künstlerin, sondern inkludiert diverse Aktanten, seien es Apparate oder Menschen. Durch die Entwicklung der partizipativen, interaktiven und performativen Künste, von bewegten Bildern zu den bewegten BetrachterInnen, entstehen seit den 1960er- Jahren offene Werke, welche die BesucherInnen einer Ausstellung nicht allein zum Betrachten, sondern zum Handeln auffordern.

Die Sammlungspräsentation, für die aus 9.500 Werken ausgewählt wurde, zeichnet sich durch ihre gattungsüberschreitende Inszenierung aus. Sie zeigt den Wandel der Gattung Porträt, der Darstellung des Körpers, des Landschaftsbildes und der Architektur vom Gemälde zur interaktiven Computerinstallation. Sie zeigt die Aktualisierung des Urmediums Schrift sowie der Kunst als Format des kollektiven und individuellen Gedächtnisses unter den Bedingungen der Informationstechnologie. Die Ausstellung präsentiert somit eine Kunst radikaler Zeitgenossenschaft, d.h. eine Kunst, in der KünstlerInnen die Gegenwart mit den technischen Medien ihrer Zeit reflektieren. Sie bietet eine einmalige Gelegenheit, mit zum Teil raumgreifenden Installationen und zahlreichen Inkunablen der Medienkunst, einen umfassenden Überblick über die eigentliche Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert jenseits von Malerei und Skulptur zu gewinnen.

Writing the History of the Future ist nicht allein eine Sammlung von Objekten, sondern auch eine Versammlung von Subjekten. Lounges laden ein, sich zusammenzusetzen und über das Gesehene mit Freunden und Familie auszutauschen, im Ackerspace treffen sich Interessierte zu Workshops und Seminaren. Im BÄM-Lab, dem Maker-Space des ZKM wird gemeinsam experimentiert.

Die Ausstellung ist ein Erlebnis- und Denkraum, in dem das Publikum angeregt wird, an der Geschichte der Zukunft mitzuschreiben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe