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William N. Copley, Albert Oehlen, Christopher Wool et al.

Enjoy – the mumok Collection in Change (group show)
mumok, Vienna
19 June 2021 – 18 April 2022

Installation view: mumok, Vienna, photo: Klaus Pichler, © mumok
Installation view: mumok, Vienna, photo: Klaus Pichler, © mumok

Ten years after joining the museum, Karola Kraus is organizing with her team a collection presentation that includes central donations and acquisitions from the past decade. The selected works range from classical modernism to the present day, following the path of the collection’s development. Twenty years after mumok opened in Vienna’s MuseumsQuartier, and forty years after the founding of the Austrian Ludwig Foundation, this exhibition is both a survey of the past and a glimpse ahead to the future. As the past years are reviewed, new perspectives are proposed as basis for the museum’s future collection and exhibition activities. The collection exhibition Enjoy sets out to convey the intertwining of past and present as a living process of continual reassessment and revaluation that reflects everchanging socio-political, socio-cultural, and philosophical developments and discourses. The main themes cut across time and media: the depiction of life in society, the human body, and nature, as well as migration and the drawing of boundaries.

mumok


Additional:

Albert Oehlen

Albert Oehlen x Sven-Åke Johansson: Rhythm Ace & Slingerland

Galerie Max Hetzler, Berlin is pleased to announce Rhythm Ace & Slingerland, which was recorded during a concert conceived by Albert Oehlen with percussionist Sven-Åke Johansson at the Elbphilharmonie in Hamburg in May 2019.

This new album, a co-production by NI VU NI CONNU and Galerie Max Hetzler, with liner notes by Max Dax is one of numerous collaborations between longstanding friends Oehlen and Johansson, following from their 2003 album Shotgun Wedding, also featuring Mayo Thompson of Red Krayola. This album explores how art infuences music and vice versa – a question often explored in Oehlen’s work.

The idea originated from Johansson’s visit to the artist’s studio in 2018. Oehlen showed the drummer his collection of rhythm machines, American and Japanese, from the 1960s onwards. Oehlen explains “I collect old drum machines because I fnd the contradiction fascinating that you collect devices that can do as little as possible. A drum machine is more attractive to me the more limited it is.”

Johansson responds to Oehlen’s musings and collection by creating the performance for Rhythm Ace & Slingerland. Johansson says of the performance “the situation was an extension of my being and also that of this device. It is a win for both: man and machine. So the experiment was successful.”

This record is available on our publications website.


Albert Oehlen

Collaboration with "Talk About Lebanon"

Image © Albert Oehlen
Image © Albert Oehlen

Galerie Max Hetzler is pleased to team up with "Talk About Lebanon" in the wake of the fatal explosion in Beirut on 4 August 2020. The first in a series of collaborations is a T-shirt featuring a painting by Albert Oehlen from his iconic "Baumbilder" (Tree Paintings) series. All proceeds from the sale will go towards the NGO "Live Love Beirut" whose mission is to provide assistance to those who cannot afford to repair their homes after the explosion.

The T-shirt can be purchased at Talkaboutlebanon.co.uk

Talk about Lebanon


Albert Oehlen et al.

Writing the History of the Future (The ZKM Collection) (group show)
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, Karlsruhe
23 February 2019 – 9 January 2022

Das 30jährige Bestehen des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ist der Anlass, mit seiner Sammlung, die als eine der wichtigsten Medienkunstsammlungen der Welt gilt, die Geschichte der Kunst im 20. und 21. Jahrhundert neu zu erzählen. Mit über 500 Objekten zeigt die Ausstellung erstmals die Vielfalt der Künste im medialen Wandel. Sie umfasst Fotografie, Grafik, Malerei und Skulptur ebenso wie computerbasierte Werke, Film, Holografie, Kinetische Kunst, Op-Art, Sound Art, visuelle Poesie und Videokunst.

Das 20. Jahrhundert erlebte eine radikale Transformation des Bildes durch die apparativen Medien. Beginnend mit dem Skandal der Fotografie, der darin bestand, dass Bilder sich quasi selbst herstellen, haben die Medien den „Gesamtcharakter der Kunst verändert“ (Walter Benjamin). Fotografie, Film, Fernsehen, Video, Computer und Internet haben das Verhältnis von Künstler, Werk und Betrachter sowie unsere Vorstellung des Schöpferischen neu bestimmt. Die Ausstellung Writing the History of the Future macht beispielhaft den Wandel der Kunst angesichts der sich verändernden apparativen Produktions-, Rezeptions- und Distributionstechnologien deutlich. Sie zeigt auch, wie KünstlerInnen mediale und soziale Praktiken vorwegnehmen, die erst Jahre später für die gesamte Gesellschaft selbstverständlich werden. Sie schreiben, wie der Titel der Ausstellung sagt, die Geschichte der Zukunft.

Durch die alle Gattungen und Medien übergreifende Perspektive eröffnet die Ausstellung Writing the History of the Future auf über 6.000 qm einen neuen Blick auf die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Epoche rasanten technologischen Wandels durch elektronische und digitale Informations- und Kommunikationstechnologien leitete eine nie gekannte Demokratisierung von Kunst und Kultur ein. Writing the History of the Future macht nachvollziehbar, wie das Versprechen der Fotografie, die Abbildung der Welt zu individualisieren, in den 1960er-Jahren von den AktivistInnen der Videokunst nochmals eingelöst wurde. Mit der plötzlich verfügbaren Videotechnik bildeten sie Welten ab, die weder im Fernsehen noch von der Filmindustrie gezeigt wurden und entwickelten eine Ästhetik, die noch heute unsere visuelle Kultur beeinflusst. Die Erweiterung der technischen Trägermedien des Bildes, vom Tafelbild zum Bildschirm, hat die Kunst in einer neuen visuellen Kultur aufgelöst, Massenkultur und Hochkultur verschränkt. Mit der Verbreitung der Computertechnik in den 1950er-Jahren wandelte sich unsere Vorstellung des Schöpferischen, begann die Automatisierung und Algorithmisierung der Künste. Der zeichenverarbeitende Apparat provozierte Diskussionen wie sie heute im Hinblick auf die Künstliche Intelligenz aufs Neue geführt werden. Elektronische Medien veränderten auch die Wahrnehmung und die Erzeugung des Klangs im 20. Jahrhunderts. Bisher illegitime Klänge und Geräusche wurden zu einem Medium der bildenden Kunst, zur Sound Art.

Die Ausstellung Writing the History of the Future macht deutlich, wie grundlegend Apparate das Verhältnis zum Kunstwerk verändert haben – sowohl im Hinblick auf die Produktion als auch auf die Rezeption. Die Erzeugung von Kunst konzentriert sich nicht mehr allein auf das Subjekt des Künstlers bzw. der Künstlerin, sondern inkludiert diverse Aktanten, seien es Apparate oder Menschen. Durch die Entwicklung der partizipativen, interaktiven und performativen Künste, von bewegten Bildern zu den bewegten BetrachterInnen, entstehen seit den 1960er- Jahren offene Werke, welche die BesucherInnen einer Ausstellung nicht allein zum Betrachten, sondern zum Handeln auffordern.

Die Sammlungspräsentation, für die aus 9.500 Werken ausgewählt wurde, zeichnet sich durch ihre gattungsüberschreitende Inszenierung aus. Sie zeigt den Wandel der Gattung Porträt, der Darstellung des Körpers, des Landschaftsbildes und der Architektur vom Gemälde zur interaktiven Computerinstallation. Sie zeigt die Aktualisierung des Urmediums Schrift sowie der Kunst als Format des kollektiven und individuellen Gedächtnisses unter den Bedingungen der Informationstechnologie. Die Ausstellung präsentiert somit eine Kunst radikaler Zeitgenossenschaft, d.h. eine Kunst, in der KünstlerInnen die Gegenwart mit den technischen Medien ihrer Zeit reflektieren. Sie bietet eine einmalige Gelegenheit, mit zum Teil raumgreifenden Installationen und zahlreichen Inkunablen der Medienkunst, einen umfassenden Überblick über die eigentliche Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert jenseits von Malerei und Skulptur zu gewinnen.

Writing the History of the Future ist nicht allein eine Sammlung von Objekten, sondern auch eine Versammlung von Subjekten. Lounges laden ein, sich zusammenzusetzen und über das Gesehene mit Freunden und Familie auszutauschen, im Ackerspace treffen sich Interessierte zu Workshops und Seminaren. Im BÄM-Lab, dem Maker-Space des ZKM wird gemeinsam experimentiert.

Die Ausstellung ist ein Erlebnis- und Denkraum, in dem das Publikum angeregt wird, an der Geschichte der Zukunft mitzuschreiben.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe