Vera Lutter - Galerie Max Hetzler

Vera Lutter arbeitet in experimenteller Weise mit der Technik der Camera obscura und konstruiert damit faszinierende Darstellungen von Raum und Architektur. Sie erfindet das Medium der Fotografie neu und tritt in einen Diskurs über das Wesen des Bildes an sich ein, indem sie einen neuen Zugang zu Zeit und Raum schafft.
So werden auf Lutters Foto verborgene Aspekte von dargestellten Objekten und Orten sichtbar: Sie werden an den Rand des Unvertrauten und Neuen, des Unheimlichen und Gezähmten gerückt und schweben zwischen Beweglichkeit und Ruhe.

In einem abgedunkelten Raum mit einem kleinen Loch belichtet die Künstlerin das Fotopapier direkt mit den Szenen der Außenwelt. Die Bilder werden ohne Negativ hergestellt und sind folglich nicht reproduzierbare Einzelstücke. Der fotografische Prozess verkehrt die Farben auf dem Papier – der Himmel erscheint schwarz, die Gebäude weiß -, und das Bild selbst steht auf dem Kopf. Das großformatige Bild aktiviert aufgrund seiner ungewöhnlichen Ausarbeitung die Wahrnehmung des Betrachters. Es ist fast so, als würde einen seine Unermesslichkeit dazu einladen scheinbar geisterhafte Environments zu bewohnen.“

Auszug aus dem Katalog Vera Lutter Kunsthaus Graz, 2004

Vera Lutter, 1960 in Deutschland geboren, lebt und arbeitet in New York. Ihre Arbeiten sind vielfach international ausgestellt worden, u. a. in Einzelausstellungen im Kunsthaus Graz (2004), Museum of Contemporary Photography, Chicago (2002), Kunsthalle Basel (2001), Dia Center, New York (1999/2000).


Für Fragen zur Ausstellung kontaktieren Sie bitte die Galerie unter 030 229 24 37 oder besuchen Sie unsere website www.maxhetzler.com. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr.


Nächste Ausstellung: Yves Oppenheim, 3. Juli bis 7. August 2004.