Edmund de Waal - Galerie Max Hetzler

Eröffnung: 29. April, 18-21 Uhr

Wir freuen uns, Sie auf unsere erste Einzelausstellung mit dem britischen Künstler Edmund de Waal in der Galerie Max Hetzler aufmerksam zu machen. Die Ausstellung wird zum Gallery Weekend 2016 zeitgleich in beiden Räumlichkeiten in Berlin eröffnet.

Bekannt für seine filigranen Porzellangefäße, die er in präzise konstruierten Vitrinen zu Gruppen arrangiert, schafft de Waal einen Dialog zwischen Tradition und Moderne, Leerstellen und Überfluss, Minimalismus und Architektur. Seine Keramikobjekte in zarten Nuancen und unregelmäßigen Formen – jedes ein Unikat – bilden die Grundlage seiner Installationen, in denen er Ideen von Wiederholung, Rhythmus und Komposition mit Referenzen auf Literatur und Musik verknüpft.

Edmund de Waal lernte die Stadt Berlin durch die Schriften Walter Benjamins kennen, insbesondere durch seine Sammlung autobiografischer Skizzen Berliner Kindheit um neunzehnhundert. Der Ausstellungstitel Irrkunst geht auf Benjamins Konzept über die Kunst sich selbst zu verirren und die Wahrnehmung des Unscheinbaren zurück.

In der Bleibtreustraße zeigt der Künstler Werke, die auf Benjamins Kindheit und seine Leidenschaft für das Sammeln und Archivieren von Objekten als eine Form der Erinnerungsarbeit verweisen. Mit Blick auf die ehemalige Schule Walter Benjamins, die vom letzten Raum aus zu sehen ist, präsentiert de Waal hier unter anderem eine neue Serie von Vitrinen. Darüber hinaus ist in der Bleibtreustraße eine Auswahl von originalen Notizen und Manuskripten aus dem Walter Benjamin Archiv, Akademie der Künste, Berlin zu sehen, die Benjamins eigene Schaffensweise sowie de Waals Faszination für das Werk des Denkers verdeutlichen.

Den zweiten Berliner Ausstellungsraum in der Goethestraße – eine ehemalige Schalterhalle der Post – sieht de Waal zugleich als Ort des Aufbruchs und des Verlusts. Er präsentiert hier eine extra für diesen Raum entwickelte gewaltige architektonische Arbeit aus Holz und Porzellan. Des Weiteren entsteht in der Goethestraße eine temporäre Bibliothek aus Schriften von und über Walter Benjamin, die Besuchern Gelegenheit zum Lesen und Reflektieren gibt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog bei Holzwarth Publications.

Edmund de Waal
ist 1964 in Nottingham geboren, er lebt und arbeitet in London. De Waals Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in internationalen Institutionen gezeigt, unter anderem im Kunsthistorischen Museum, Wien (2016); Bonnefantenmuseum, Maastricht; Royal Academy, London; Barbican Art Gallery, London (alle 2015); Theseus Tempel, Wien; Turner Contemporary, Margate (beide 2014); National Gallery, London (2013); Alison Richard Building, Cambridge (2012); Tate Britain, London; Victoria and Albert Museum, London (beide 2009); Tate Liverpool (2004) und LACMA, Los Angeles (2000).


Edmund de Waal ist darüber hinaus bekannt als Schriftsteller und Autor und hat mit seinem Bestseller Der Hase mit den Bernsteinaugen (2010) zahlreiche literarische Auszeichnungen erhalten. Sein kürzlich auf Englisch erschienenes Buch The White Road, eine Erzählung über die Geschichte des Porzellans, wird im Herbst 2016 auf Deutsch bei Hanser Verlag publiziert.

Wir danken dem Walter Benjamin Archiv, Akademie der Künste, Berlin für die großzügige Unterstützung.

Weitere Ausstellungen und Messebeteiligungen:

Jérémy Demester

23. April - 28. Mai 2016
Eröffnung: 23. April, 18-20 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

Gallery Weekend Berlin
29. April - 1. Mai 2016

Frieze New York
5. - 8. Mai 2016

la mia ceramica
4. Juni - 16. Juli 2016
Eröffnung: 3. Juni, 18-20 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

Art Basel
16. - 19. Juni 2016


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