Wilhelm Schürmann - Galerie Max Hetzler

Eröffnung: 16. September, 18–20 Uhr

Wir freuen uns, Sie auf unsere Ausstellung mit Fotografien von Wilhelm Schürmann im Dialog mit Werken aus seiner Sammlung in der Bleibtreustraße 45 aufmerksam zu machen.

Nachbarn.
Die Fotografie hat meinen Blick auf die Kunst geprägt.
Die Kunst hat meinen Blick als Fotograf geprägt. Ich mache meine eigenen Bilder.
Die Möglichkeiten von Kunst und Fotografie im Zusammenspiel unterschiedlichster Denkweisen
und ihr Veränderungspotential für die eigene Wahrnehmung sind der Motor unserer Sammlung.
Wirklichkeitsgesättigt, lustvoll, leichtfüßig, alogisch, neugierig, unterhaltsam, kompromisslos,
lapidar, uneitel, ist die Kunst die mich bewegt, ist das Bild was sich findet.

Der öffentliche Blick, die alltägliche Bühne. Das Miteinander der Dinge.
Die Störung im System. Der Zufall. Die Leerstelle.
Wie sieht das aus da draussen. Und dann als Fotografie? Alles so voll hier.
Skyline und Wohnzimmerskyline; Öffentlicher Raum und privater Blick;
Umgebung Vorort Verdichtung Stadt. Strassenfotografie.
Dieselben Orte, dieselben Motive, dieselben Wege, Wiederholungsschleife.
Dasselbe, das Gleiche noch mal, immer wieder, through the forest.
Dickicht. Gespinst. Reading Machine for Lenz. Wiederholung als Veränderung.
Ein Kunstwerk als Auslöser, neu, glaubwürdig, beispielhaft. Portbou!
Sprache, Bücher, Bilder. Wieder lesen, wieder holen, wieder sehen. Sammlung aktiv.

Als Fotograf bin ich Sammler sowieso. Es sammelt sich was an.
Kleine Miniaturen des gelebten Lebens bilden mein Archiv.
Was zeige ich, Was behalte ich für mich. Was ist privat? Schürmanns Lichtung.

Vintage prints aus der Zeit ihrer Belichtung, jetzt Zeitkapseln einer historischen Fotografie.
Poesie ist das was bleibt. Die Auswahl macht den Unterschied.

Das fotografierte Bild ist immer schon Vergangenheit. Der Blick ist Gegenwart.
Gegenwart als Zwischenraum. Kurzdavordanach. Die Bilder schauen zurück.
Die Zukunft hat noch keine Bilder. Wirklichkeit und ihre Konstruktion.

Es ist immer das Licht das ein Motiv zum Strahlen bringt.
Die Bilder haben mich immer gefunden, ich habe sie nie gesucht.
Ich liebe diese Welt. Jetzt auch in Farbe.


- Wilhelm Schürmann, August 2016



Galerie Max Hetzler eröffnet parallel eine Ausstellung mit neuen Werken von Liz Larner in der Goethestraße 2/3.


Wilhelm Schürmann, geboren 1946 in Dortmund, lebt und arbeitet in Herzogenrath und Berlin. Nach dem Studium der Chemie in Aachen arbeitet Schürmann als Fotograf für verschiedene Tageszeitungen. Ab 1972 beginnt er Kunst zu sammeln und baut seitdem eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst auf. Von 1972 bis 1976 unterrichtet er Fotografie an der RWTH Aachen und von 1981 bis 2011 ist Schürmann als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Aachen tätig. Seine Werke wurden in Ausstellungen in wichtigen Institutionen u. a. im Westfälischen Kunstverein, Münster (1977); Museum Folkwang, Essen (1982); Sprengel Museum, Hannover (1994) und dem Kunstverein Hamburg (1999) gezeigt. Schürmanns Arbeiten sind in renommierten Sammlungen wie u. a. dem MoMA, New York; Getty Museum, Los Angeles; Art Institute of Chicago; San Francisco Museum of Modern Art; Folkwang Museum, Essen; Sprengel Museum, Hannover; Pinakothek der Moderne, München; Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg und der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur, Köln vertreten.
Die Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann wurde in Ausstellungen, wie u. a. Temporary Translation(s), Deichtorhallen, Hamburg (1994); Das Ende der Avantgarde, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München (1995); Das Gespinst, Museum Abteiberg, Mönchengladbach (2010) sowie Dirty Data und Le Souffleur. Schürmann trifft Ludwig, beide im Ludwig Forum, Aachen (1992 und 2015) präsentiert.


Weitere Ausstellungen und Messebeteiligungen:

Ai Weiwei
3. September – 8. Oktober 2016           
Eröffnung: 3. September, 18–20 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

Liz Larner
16. September – 22. Oktober 2016       
Eröffnung: 16. September, 18–20 Uhr
Goethestraße 2/3, Berlin-Charlottenburg

FRIEZE London
6. – 9. Oktober 2016               

Beatriz Milhazes
17. Oktober – 19. November 2016       
Eröffnung: 17. Oktober, 18–20 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

FIAC Paris
20. – 23. Oktober 2016               

FIAC's On Site – Petit Palais
Ernesto Neto animal nature
20. – 23. Oktober 2016               


Pressekontakt:
Galerie Max Hetzler
presse(at)maxhetzler.com
Berlin: +49 30 346 497 85-0
Paris: +33 1 57 40 60 80

www.maxhetzler.com
www.facebook.com/galeriemaxhetzler
www.instagram.com/galeriemaxhetzler
www.twitter.com/hetzlergallery